Die Geschichte von Ban Saint Jean

Ban-Saint-Jean wurde nun überwiegend für russische Gefangene gebraucht. Es wird geschätzt, dass etwa 100.000 Gefangene ihren Weg
dorthin fanden. Die wenigen Gefangenen, die noch genügen Kraft hatten, um zu arbeiten, wurden auf die Bauernhöfe und in die
Bergwerke in Creutzwald zur Zwangarbeit abgestellt. Andere mussten an die schwere Maginot-Linie, um die Schienen auseinander zunehmen.
Wer keine Kraft mehr hatte, um die schwere Zwangsarbeit zu verrichten wurde verurteilt zu sterben. Regelmäßig wurden immer um die 30
Leichen in Karren abtransportiert. Die Karren wurden von 4 Gefangenen gezogen. Anschließend wurden die Leichen von den Gefangenen in
Gruben geworfen. Hinter den Munitionslagern wurden Massengräber entdeckt und 2879 Leichen exhumiert. Die Toten wurden dann wieder
in der „Nationalen Nekropole“ beigesetzt. Weiter wird vermutet, dass in dem Lager ca. 22.000 Gefangene ums Leben kamen. Diese Zahl
ist aber nur geschätzt und kann von der tatsächlichen Zahl abweichen. Weiter gibt es Hinweise, dass viele in den Bergwerken einfach
verschüttet und begraben wurden. Es gibt noch heute Initiativen in der Ukraine, die versuchen den genauen Verbleib der vermissten
Gefangenen zu erkunden.